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Batteriebetriebene Elektrobusse |
Brennstoffzellenbusse |
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Null Emissionen |
Ja |
Ja |
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Reichweite |
Bis zu 350 km |
Bis zu 550 km |
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Flexibilität des Busfahrplans |
Begrenzt |
Hoch |
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Lade-/Tankzeit |
4–6 Stunden (Aufladen über Nacht) |
6–12 Min. nach einer Schicht |
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Stabilität der Reichweite |
Abnahme bei heißem/kaltem Wetter oder in hügeligen Gebieten |
Bleibt stabil |
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Gewicht |
Höheres Gewicht durch den Akku |
Geringeres Gewicht durch Brennstoffzellentechnologie |
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Einsatzgebiet |
Geeignet für ebene Gegenden |
Geeignet für hügelige/bergige Gegenden |
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Temperatur |
Reichweite wird bei hohen und niedrigen Temperaturen beeinflusst |
Reichweite wird nicht von der Temperatur beeinflusst |
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Anpassungen an die Lagerinfrastruktur |
Hoch |
Niedrig |
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Lösungen |
Ladestationen |
Wasserstoff und Tankstelle |
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Fußabdruck |
Hoch |
Niedrig |
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Parkplatzgestaltung |
Höhere Komplexität beim Parken |
Ähnlich wie aktuelle Parkplatzgestaltung |
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Lagerlogistik |
Komplex – erfordert intelligente Ladestrategien |
Einfach – Tanken ähnlich wie beim aktuellen System |
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Treibstoffkosten |
Niedrig (Strom) |
Hoch (Wasserstoff) |
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Anschaffungskosten Bus |
-30 % günstiger |
-30 % teurer |
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Verfügbarkeit von Energie |
Netto-Engpass – erfordert einen umfangreichen Netzausbau |
Wasserstoffproduktion steigt |
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Technologie |
Bewährte Technologie |
Bewährte Technologie |
Zero-Emission ÖPNV
Viele Buslinien in Deutschland brauchen mehr als Batteriebetrieb. Wasserstoff bietet die Reichweite und Zuverlässigkeit, die der ÖPNV verlangt.
Die EU verpflichtet Verkehrsunternehmen zu einem vollständig emissionsfreien Nahverkehr. Ab 2030 müssen alle Busse emissionsfrei fahren, eine Herausforderung für viele ÖPNV-Betriebe, deren Linien lange Strecken, hohe Reichweiten und dichte Taktungen erfordern.
Ein Großteil der deutschen Buslinien lässt sich nur schwer effizient mit Batteriebussen betreiben. Lange Umläufe, kurze Standzeiten und ländliche Strecken verlangen eine Energiequelle mit höherer Flexibilität.
Wasserstoff ermöglicht emissionsfreie Busflotten mit hoher Verfügbarkeit, kurzen Tankzeiten und großer Reichweite, ideal für gemischte städtische und ländliche Netze.
Und: Es funktioniert bereits heute, zum Beispiel im größten kommunalen H₂-Busprojekt Mecklenburg-Vorpommerns in Güstrow.
Mehr Details zu den wichtigsten betrieblichen Anforderungen.
Der Einsatz von Elektrobussen erfordert aufgrund der begrenzten Reichweite und Ladezeit häufig eine sorgfältigere Planung. Lange oder stark frequentierte Strecken können zusätzliche Ladezeiten oder Ersatzfahrzeuge erfordern, um den Fahrplan einhalten zu können. Wasserstoffbusse sind dagegen flexibler: Sie lassen sich ohne Einschränkungen bei Reichweite oder Geschwindigkeit einsetzen und planen.
Wasserstoffbusse eignen sich für anspruchsvolle Strecken, wie zum Beispiel für lange Distanzen oder wenig besiedelte Gebiete, wo die Busse ohne Unterbrechung zum Aufladen den ganzen Tag über eingesetzt werden können.
Im Gegensatz zu den Elektrobussen funktionieren Wasserstoffbusse auch bei extremen Temperaturen und in hügeligem oder bergigem Gelände zuverlässig. Dadurch eignen sie sich besonders für Überlandstrecken und ländliche Gegenden, wo Elektrobusse häufig mit Einschränkungen hinsichtlich Reichweite und Einsatzfähigkeit konfrontiert sind.
Studien zeigen, dass Wasserstoffbusse gerade auf solchen Strecken eine zukunftsfähige Lösung darstellen – ohne Einschränkungen bei Fahrplänen oder Flexibilität.
Der Umstieg auf Elektrobusse erfordert erhebliche Änderungen im Depot. So müssen beispielsweise schwere elektrische Anschlüsse, Transformatoren und eine Ladeinfrastruktur installiert werden, um alle Busse mit Strom versorgen zu können. Dazu sind häufig eine Netzverstärkung und eine intelligente Energieplanung erforderlich, um auch Spitzenlasten bewältigen zu können. Aufgrund von Netzengpässen ist dies jedoch derzeit in vielen Fällen nicht möglich.
Bei den Wasserstoffbussen liegt die Herausforderung bei der Kraftstoffversorgung: Es muss eine geeignete Wasserstofftankstelle für die Betankung der Busse eingerichtet werden. Dies reduziert den Bedarf an Netzinvestitionen, was für die Wasserstoffbusse von Vorteil ist. Resato Hydrogen Technology kann Sie dabei mit Fachwissen unterstützen. Weitere Informationen finden Sie in unserem FSS-Angebot.
Wasserstoffbusse lassen sich reibungslos in die bestehenden Depotabläufe integrieren. Bei einer Fast-Fuel-Strategie tanken die Busse schnell Wasserstoff und durchlaufen dann den üblichen Reinigungs- und Parkvorgang, genauso wie bei Diesel oder CNG. Dies gewährleistet eine minimale Störung der Ausrück- und Umleitungsprozesse, was insbesondere für zeitkritische Dienstpläne wichtig ist.
Elektrobusse wiederum erfordern eine präzise Ladelogistik. Sie müssen häufig mehrere Stunden lang aufgeladen werden, wodurch es schwieriger ist, mehrere Fahrzeuge gleichzeitig aufzuladen. Das Laden erfordert eine sorgfältige Planung und kann zusätzliche Maßnahmen wie Fahrzeugwechsel erforderlich machen, um den Fahrplan einhalten zu können.
Wasserstoffbusse umgehen diese Komplikationen, da sie innerhalb weniger Minuten betankt werden können und sofort wieder einsatzbereit sind. Dies macht den Betriebsablauf einfacher, effizienter und besser planbar.
Bewährte Wasserstofftechnologie im ÖPNV: Das Rebus-Projekt in Güstrow als Erfolgsbeispiel.
Im Oktober 2024 wurde in Güstrow die neue Wasserstofftankstelle offiziell eröffnet. Die Anlage wurde speziell für H2APEX und die 52 Wasserstoffbusse von rebus Regionalbus Rostock entwickelt, eine der größten kommunalen H₂-Busflotten Europas.
Die Station ermöglicht zuverlässige Betankungen im täglichen Linienbetrieb und dient als skalierbares Modell für ÖPNV-Unternehmen in ganz Deutschland.
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Warum Batteriebusse allein nicht ausreichen: Herausforderung nach Linienprofil (2020–2050)
Diese Grafik zeigt, wie viele Buskilometer in Deutschland realistisch auf Batteriebusse (BEB) umgestellt werden können, und wie groß der Anteil der Strecken bleibt, die auch langfristig schwierig oder gar nicht elektrifizierbar sind.
- Grün (Einfach): Linien, die problemlos batteriebetrieben laufen können.
- Orange (Machbar): Linien, die mit organisatorischem Aufwand elektrifizierbar sind.
- Rot (Herausfordernd): Linien, bei denen Batteriebusse an Grenzen stoßen (zu lang, zu schwer, zu wenig Standzeit).
- Dunkelrot (Inkompatibel): Linien, die auch langfristig nicht zuverlässig per BEB betrieben werden können.
Was bedeutet das für ÖPNV-Betreiber?
Bis 2030 bleiben voraussichtlich rund 50% der Buskilometer für Batteriebusse herausfordernd.
Selbst 2050 sind noch etwa 33% der Strecken schwer elektrifizierbar.
Genau diese roten und dunkelroten Bereiche sind die Linien, für die Wasserstoff die zuverlässige emissionsfreie Lösung bietet.
BEB vs. FCEB: zwei Technologien, ein Ziel
Beide Technologien haben ihre Stärken, entscheidend ist der richtige Einsatz im richtigen Linienprofil.
Elektrobusse eignen sich gut für kurze, städtische Strecken. Sie sind leise und lokal emissionsfrei. Brennstoffzellenbusse eignen sich gut für längere und intensivere Strecken, wo Elektrobusse an ihre Grenzen stoßen, und können ebenfalls in der Stadt eingesetzt werden.
Wasserstoffbusse bieten eine Lösung für die „herausfordernden“ Strecken. Dank der großen Reichweite und der kurzen Betankungszeit können Brennstoffzellenbusse auf stark frequentierten Strecken eingesetzt werden, ohne dass der Fahrplan angepasst werden muss.
Unsere Ingenieure stellen sicher, das jeder Entwurf und jede Genehmigung technisch und rechtlich auf der sicheren Seite ist.
- Skalierbarkeit: Dank des modularen Designs können unsere Tankstellen einfach erweitert werden, sobald die Flotte wächst. Sie investieren zukunftssicher – beginnen Sie klein und skalieren Sie nach Bedarf.
- Kapazität und Geschwindigkeit: Unsere leistungsstarken Tankstellen ermöglichen schnelle Back-to-Back-Betankungen mit bis zu 3.000 kg Wasserstoff pro Tag. So können Sie auch große Flotten ohne Wartezeiten schnell betanken.