Nachricht

Deutschland startet neues Förderprogramm für Wasserstofftankstellen und H₂-Lkw ab 2026

  • 30 January 2026
Img

Berlin, 2026 – Die deutsche Bundesregierung hat ein neues Förderprogramm angekündigt, um den Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur für den Schwerlastverkehr zu beschleunigen. Ab 2026 wird ein nationales Förderinstrument eingeführt, das gezielt die Kombination aus Wasserstofftankstellen für Lkw und wasserstoffbetriebenen Nutzfahrzeugen (Fahrzeugklassen N2 & N3) unterstützt.

Das Programm wird von der NOW GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) umgesetzt und verfügt über ein Gesamtbudget von 220 Millionen Euro. Förderanträge können bis zum 31. Mai 2026 gestellt werden und umfassen sowohl den Bau öffentlicher Wasserstofftankstellen als auch die Anschaffung von Wasserstoff-Lkw.

Zentrale Eckpunkte des Förderprogramms

  • Gesamtbudget: 220 Millionen Euro
  • Wasserstofftankstellen: Förderung von bis zu 50 % der Investitionskosten, maximal 4 Millionen Euro pro Standort
  • Wasserstofffahrzeuge: Förderung von bis zu 80 % der Mehrkosten gegenüber Diesel-Fahrzeugen, maximal 3 Millionen Euro pro Antrag
  • Förderfähige Fahrzeuge: sowohl Brennstoffzellen-Lkw als auch Wasserstoff-Verbrennungsmotor-Lkw
  • Standorte: Tankstellen müssen an AFIR-konformen TEN-T-Korridoren oder urbanen Verkehrsknotenpunkten liegen

Das Förderprogramm steht im Einklang mit der europäischen AFIR-Verordnung (Alternative Fuels Infrastructure Regulation), die den Ausbau alternativer Kraftstoffinfrastruktur in ganz Europa vorschreibt. Mit dieser Maßnahme will Deutschland gezielt den Aufbau eines leistungsfähigen Wasserstofftankstellennetzes für den Schwerlastverkehr vorantreiben und gleichzeitig die Markteinführung von Wasserstoff-Lkw beschleunigen.

Auch bereits geplante oder sich im Bau befindliche Wasserstofftankstellen können förderfähig sein, sofern sie die Anforderungen an Tageskapazität und Schwerlasttauglichkeit erfüllen.

Das neue Förderprogramm stellt einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu emissionsfreier Mobilität in Europa dar und unterstützt den Übergang von Diesel zu sauberen Wasserstofflösungen im schweren Straßengüterverkehr.